Endlich wieder gesunde Haare: Ich habe meine Haare fast mein ganzes Erwachsenen-Leben lang blondiert, bzw. schon in meiner Jugend damit begonnen. Platinblond als Teenager, dann waren es lange nur Strähnen, später wurden sie erneut immer heller, und irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich wieder komplett blond war. Über viele Jahre hinweg hatte ich dabei tatsächlich das Gefühl, dass meine Haare erstaunlich viel mitmachen. Natürlich waren sie trocken, natürlich brauchten sie Pflege, aber insgesamt sahen sie trotzdem noch lange relativ gesund aus. Wahrscheinlich kennt das fast jede Frau, die ihre Haare regelmäßig blondiert: Man gewöhnt sich an den Zustand der Haare und verschiebt die eigene Grenze dafür, was eigentlich noch „okay“ ist, immer weiter. Bis dann irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem die Haare einfach nicht mehr können und total kaputt gehen.
Bei mir kam dieser Moment vor ungefähr zwei Jahren. Und ehrlich gesagt hatte ich damals zunächst gar nicht verstanden, wie schlimm es eigentlich schon war. Erst fiel mir auf, dass beim Bürsten plötzlich immer mehr Haare abbrachen, dann wirkten die Längen zunehmend dünner und fransiger, und irgendwann hatte ich vorne, im Nackenbereich sowie im Deckhaar teilweise nur noch richtige Haarstummel. So einen klassischen Chemie-Haarschnitt eben, über den man sonst immer nur in Friseurvideos oder Beautyforen liest. Die Haare waren so stark abgebrochen, dass ich sie kaum noch offen tragen konnte.
In dieser Zeit habe ich fast nur noch Tape-Extensions getragen, weil meine echten Haare schlicht nicht mehr schön aussahen. Und auch wenn Haare natürlich nicht das Wichtigste auf der Welt sind, machen sie trotzdem unglaublich viel mit meinem Selbstbild. Das haben sie schon immer und davon kann ich mich auch nur schwer loslösen.

Gesunde Haare: von Blond zu Kupferrot
Rückblickend wundert mich der Zustand meiner Haare allerdings auch nicht mehr besonders. Jahrzehntelanges Blondieren hinterlässt Spuren, vor allem dann, wenn man irgendwann nicht mehr nur Strähnen machen lässt, sondern die Haare komplett blondiert. Genau das war bei mir letztlich der Punkt, an dem die Haare endgültig aufgegeben haben. Blondierung greift das Haar einfach extrem an, weil dem Haar die Pigmente entzogen werden, und je feiner oder empfindlicher das Haar ohnehin schon ist, desto schwieriger wird es irgendwann, diese Belastung dauerhaft auszugleichen. Irgendwann war deshalb klar, dass ich etwas grundlegend verändern musste, wenn ich meine Haare retten wollte.
Der wahrscheinlich wichtigste Schritt war zunächst, mit dem Blondieren aufzuhören. Stattdessen trage ich meine Haare inzwischen kupferrot, was für diese tatsächlich eine enorme Erleichterung war. Natürlich werden sie weiterhin gefärbt, aber Färben ist eben etwas völlig anderes als eine aggressive Blondierung. Zum Glück liebe ich mich mit kupferroten Haaren und vermisse das helle Blond gar nicht wirklich. Auch das Feedback, welches ich von außen bekommen habe, war fast durchweg positiv. Und am wichtigsten: Ich habe jetzt gesunde Haare.

Zurück zu gesunden Haaren: die richtige Pflege
Was zudem einen enormen Unterschied gemacht hat, war regelmäßige Pflege. Früher habe ich Haarkuren eher sporadisch benutzt, inzwischen verwende ich sie konsequent und deutlich häufiger. Gerade bei strapazierten oder blondierten Haaren reicht Shampoo alleine meiner Meinung nach einfach nicht aus. Vor allem Haarmasken und reichhaltige Pflegeprodukte haben meinen Haaren geholfen, wieder geschmeidiger zu werden und weniger schnell abzubrechen.
Allerdings muss man auch sagen, dass gute Haarpflege inzwischen wirklich teuer geworden ist. Gerade Premiumprodukte kosten oft erstaunlich viel, insbesondere wenn man längere Haare hat und regelmäßig Kuren, Leave-ins oder Seren benutzt. Ich habe deshalb irgendwann angefangen, viele Produkte online zu kaufen und Preise stärker zu vergleichen, statt sie einfach spontan im Laden mitzunehmen. Laut einer aktuellen Haarpflege-Preisstudie von Idealo lassen sich online teilweise deutliche Preisunterschiede finden, insbesondere bei Conditioner, Haarmasken oder Seren. Wenn man seine Haare intensiv pflegt, summiert sich das langfristig tatsächlich ziemlich schnell.
Weiterhin absolut zu empfehlen sind Leave-in-Produkte. Diese habe ich zwar schon immer benutzt, früher jedoch auch weniger konsequent und es ist einfach so, dass „Consistency is king“ wirklich stimmt. Inzwischen würde ich auf die tägliche Nutzung von Leave-In-Produkten nicht mehr verzichten wollen, weil die Haare dadurch nicht nur weicher und leichter kämmbar werden, sondern vor allem auch deutlich geschützter wirken. Gerade beim Bürsten brechen meine Haare heute viel weniger als früher. Auch hier lohnt es sich, laut der bereits erwähnten Idealo-Studie übrigens die Preise zu vergleichen und die Produkte eventuell online zu bestellen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Olaplex No. 5 Moisturize & Mend Leave-In-Conditioner kostet im Laden durchschnittlich 24,71, online dagegen nur 16,69, was eine Ersparnis von 32% bedeutet.
Ähnlich war es beim Thema Hitzeschutz. Ich muss zugeben, dass ich Hitzeschutz früher oft weggelassen habe, vor allem wenn es morgens schnell gehen musste. Heute erscheint mir das fast absurd, weil geschädigtes Haar auf zusätzliche Hitze natürlich besonders empfindlich reagiert. Inzwischen benutze ich fast immer Hitzeschutz vor dem Föhnen oder Stylen und achte außerdem generell darauf, meine Haare nicht mehr ständig unnötig zu strapazieren.
Übrigens, welches meine liebsten Haar- und Skincare-Produkte sind, das könnt ihr in diesem Blogartikel nachlesen: Beste Beauty-Produkte
Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Haare
Was bei mir ebenfalls eine Rolle gespielt hat, sind Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Haare. Allerdings nicht im Sinne eines magischen Wundermittels. Ich hatte solche Produkte früher durchaus auch schon ausprobiert, allerdings immer eher sporadisch und ohne wirkliche Konsequenz. Diesmal habe ich sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig genommen, und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass meine Haare dadurch kräftiger nachgewachsen sind. Besonders wichtig für gesunde Haare sind Biotin, Zink, Eisen und Selten als Mineralstoffe. Außerdem die Vitamine A, C, D sowie verschiedene B-Vitamine. Am meisten Sinn macht es aber sich ein Kombipräparat zu besorgen, das speziell für die Haargesundheit konzipiert wurde.
Die richtigen Haargummis für gesundes Haar
Ein Punkt, über den erstaunlich wenig gesprochen wird, obwohl ihn unglaublich viele Frauen betrifft, sind übrigens Haargummis. Ich habe meine Haare jahrelang fast täglich streng zusammengebunden und dabei oft diese dünnen klassischen Haargummis benutzt, die an denselben Stellen permanent Druck auf das Haar ausüben. Rückblickend bin ich ziemlich sicher, dass das den Haarbruch zusätzlich verstärkt hat. Inzwischen benutze ich fast nur noch Spiral-Haargummis oder weichere Stoff-Haargummis, und selbst solche scheinbaren Kleinigkeiten machen auf Dauer tatsächlich einen Unterschied.

Heute sind meine Haare wieder deutlich gesünder, länger und kräftiger als damals. Perfekt sind sie natürlich immer noch nicht, denn Haare, die einmal massiv geschädigt wurden, verzeihen einem vieles nicht sofort wieder. Trotzdem bin ich inzwischen ehrlich gesagt sogar ein bisschen froh darüber, dass mir das passiert ist, weil ich dadurch gelernt habe, weil ich dadurch vom aggressiven Blondieren abgelassen habe, was echt allerhöchste Zeit war. Denn manchmal merkt man erst dann, wie wichtig gesunde Haare eigentlich sind, wenn man sie fast verloren hat.
Katharina ist die Gründerin dieses Blogs sowie des Lifestyle- und Travel-Blogs „So nah und so fern“. Sie liebt alles was mit Reisen, Schönheit, Mode, Büchern und den Kulturen dieser Welt zu tun hat.

